Familie zu vermieten

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© 2015 Pan Européenne / StudioCanal – Pauline Serieys, Calixte Broisin-Doutaz, Benoît Poelvoorde & Virginie Efira

HANDLUNG

Paul-André Delalande ist durch den Verkauf seiner Firma reich geworden. Nun sitzt er in seiner noblen Villa, besitzt einen Luxuswagen und hat Geld ohne Ende. Gleichzeitig ist er einsam und wünscht sich nichts mehr als eine eigene Familie. Als er zufällig auf Violette, eine alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern, aufmerksam wird, hat er eine Idee: Violette steckt in finanziellen Schwierigkeiten und steht kurz vor der Zwangsräumung. Paul-André bietet ihr an, die Schulden zu bezahlen und möchte dafür als Gegenleistung für drei Monate Teil von Violettes Familie werden.
Nach anfänglichem Zögern willigt Violette ein - allerdings nur unter der Bedingung, dass ihre Kinder nichts von dieser Abmachung erfahren. Gesagt, getan, Paul-André zieht ins kleine Häuschen von Violette ein und hofft, nun endlich in den Genuss des trauten Familienlebens zu kommen. Dieses Leben ist allerdings völlig anders, als er sich das vorgestellt hatte. Die Kinder stehen dem neuen Freund ihrer Mutter sehr kritisch gegenüber, und das Chaos, das in Violettes Leben herrscht, ist für den schüchternen und pedantischen Paul-André kaum zu ertragen…

REZENSION

Wieder einmal eine leichte und mit Gespür für Zwischentöne inszenierte französische Familienkomödie. Diesmal mit leichten sozialkritischen Untertönen. Die Handlung ist überschaubar und die Dialoge sind einfach gestrickt, jedoch mit viel Charme vorgetragen. Überhaupt lebt der Streifen von der hervorragenden Darstellung der Schauspieler. Die vier Hauptakteure überzeugen von Beginn an und können dadurch die sich zuweilen arg in Klischeefallen verfangende Handlung kaschieren.
Bedauerlicherweise hat es Regisseur Jean-Pierre Améris, der auch das Drehbuch verfasst hatte, nicht gewagt, die Thematik mutiger anzugehen, der Geschichte - und somit auch den Figuren - mehr Tiefe zu gewähren - es hätte ein wirklich guter Film werden können!

So bleibt am Schluss zwar die Erkenntnis, eine nette, unterhaltsame und zuweilen witzige Komödie gesehen zu haben, die aber so belanglos und simpel umgesetzt wurde, dass nichts Substanzielles zurückbleibt…

Für einen verregneten Sonntagnachmittag genau das Richtige! Kann man sich auf jeden Fall ansehen - oder es bleiben lassen!

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt) vor.

Die Bildumsetzung macht einen guten Eindruck. Der Schärfewert ist auf hohem Niveau, ohne Referenzwerte zu erreichen. Die Farben wirken natürlich, der Schwarzwert bewegt sich im oberen Mittelfeld. Die Kontraste sind in Ordnung und können auch in dunklen Szenen überzeugen.

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch DTS-HD Master 5.1 vor.

Die Tonumsetzung ist, ähnlich wie das Bild, auf der Höhe der Zeit. Die Dialoge sind jederzeit bestens zu verstehen. Die Tonbalance ist ausgewogen und stimmig. Ansprüche an die Dynamik werden kaum gestellt. Grundsätzlich ist die Vertonung sehr frontlastig ausgefallen, die Surround-Lautsprecher werden zurückhaltend eingesetzt. Die räumliche Wahrnehmung ist dadurch nur bedingt als gut zu bezeichnen.

FAZIT

Für die anspruchsloseren Momente genau das Richtige. Die technische Umsetzung ist gut ausgefallen, ohne jedoch Spitzenwerte zu erreichen. Kann ich Freunden des französischen Unterhaltungs-Kinos weiterempfehlen!

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© 2016 Studiocanal

Originaltitel:
Une famille à louer

Regie:
Jean-Pierre Améris
Drehbuch:
Jean-Pierre Améris / Murielle Magellan
Musik:
Valérie Lindon

Produktion:
© Pan Européenne
Kamera:
Virginie Saint-Martin
Schnitt:
Anne Souriau

Frankreich / 2015

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