Nicht alles, das alt ist, wird automatisch zum Klassiker. Manches ist einfach veraltet und wirkt auf den heutigen Zuschauer irritierend oder schlicht langweilig.

Was einen Film zum Klassiker macht, ist schwer zu sagen - vermutlich eine Mischung aus interessanter Story, Nostalgie und zeitloser Thematik. Gute Zugpferde sind natürlich auch die handelnden Filmstars.

Ich mag die Atmosphäre, die in vielen alten Filmen herrscht und das altertümliche Flair, das einen in eine vergangene Zeit entführt.

Viel Spass beim Entdecken meiner liebsten Klassiker!

Der kleine Lord

1936 (Little Lord Fauntleroy)

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„Little Lord Fauntleroy“ ist ein Klassiker der Jugendliteratur und wurde von Frances Hodgson Burnett 1886 verfasst.
Die Geschichte bietet emotionales Gefühlskino vom Feinsten, und so ist es nicht erstaunlich, dass auch Hollywood den Stoff immer wieder aufgriff. Die grosse Mary Pickford schuf 1921 eine Stummfilmversion, die Massstäbe setzte, und welche 1936 durch diese Inszenierung von John Cromwell sogar noch übertrumpft wurde.

Für mich ist diese, 1936 entstandene, Version die beste Kleine-Lord-Verfilmung – obwohl mir die neue Version von 1980 auch sehr gut gefällt.
Die Inszenierung orientierte sich noch stark an Pickfords Version und arbeitete sehr eindrücklich mit Elementen aus der Stummfilmzeit, was zu einer unglaublich mitreissenden und feinfühligen Atmosphäre führt. Zudem konnte John Cromwell mit Jungschauspieler Freddie Bartholomew als Cedric und Dolores Costello als dessen Mutter zwei damalige Hollywood-Stars verpflichten, wobei letztere vor allem in der Stummfilmära grossgeworden war. Dadurch verbreitet dieser Film ein wunderbar nostalgisches Flair. Der Hauch vergangener Zeiten ist allgegenwärtig, und die feinfühlige Inszenierung trägt das ihre zu einem emotional mitreissenden Film bei.

Ein Klassiker eben, der kaum zu toppen ist…

Der junge Cedric lebt nach dem Tod seines Vaters alleine mit seiner Mutter in Brooklyn. Eines Tages erscheint ein englischer Herr namens Havisham und bringt den beiden eine Nachricht von Cedrics Grossvater, dem Earl von Dorincourt.
Da Cedric der einzige lebende Nachkomme des Earls ist, soll er zusammen mit seiner Mutter nach England reisen, um bei seinem Grossvater zu leben. Der Earl hatte seinerzeit seinen Sohn verstossen, nachdem dieser ein Amerikanerin geheiratet hatte.
Der griesgrämige Earl schliesst den aufgeweckten Jungen schnell in sein Herz. Doch eines Tages erscheint eine Frau, die behauptet, ihr Sohn habe rechtmässigen Anspruch auf das Dorincourt-Erbe…

Originaltitel: Little Lord Fauntleroy

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: © Selznick International Pictures
Produzenten: David O. Selznick

Jahr: 1936

Länge: 102 Minuten

Genre: Drama / Familienfilm / Kinderfilm

Regie: John Cromwell
Drehbuch: Hugh Walpole
Romanvorlage: Little Lord Fauntleroy (1886) von F. Hodgson Burnett
Musik: Max Steiner
Kamera: Charles Rosher
Schnitt: Hal C Kern

Besetzung:

Freddie Bartholomew …. Little Lord Fauntleroy
C. Aubrey Smith …. Earl of Dorincourt
Dolores Costello …. Mrs. Errol
Guy Kibbee …. Silas Hobbs
Mickey Rooney …. Dick Tipton

Drehorte:

- George Lewis Mansion, Bel Air, Los Angeles, USA

Aspect Ratio: 2.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

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© 2012 Voulez Vous Film


BILD ✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953) schwarz/weiss vor.
Schön ist, dass bei der Neuabtastung keine Verschlimmbesserungen entstanden sind, sondern das Negativ offensichtlich einfach in HD-Format eingescannt wurde. Nicht schön ist, dass keinerlei Schmutzentfernung oder Bildreparaturen vorgenommen wurden. So sind viele kleine Bilddefekte zu sehen sowie zuweilen auch störende schwarze Streifen, die sich übers ganze Bild ziehen und einen negativen Gesamteindruck hinterlassen.
Der Schärfewert ist stellenweise sehr gut ausgefallen. Grundsätzlich ist die Schärfe aber recht inkonstant. Der Schwarzwert ist beachtlich hoch und auch die Bilddynamik ansprechend.
Alles in allem liegt die Qualität dieser HD-Umsetzung weit über jener der bis anhin veröffentlichten DVD-Versionen.

TON ✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in Dolby Digital 2.0 Mono vor.
Die Dialoge sind grösstenteils gut zu verstehen, und es existieren weder Rauschen noch andere Störgeräusche, wie sie bei so alten Filmen oft vorkommen. Allerdings wurde hier offensichtlich die amerikanische Filmversion übernommen, wofür es keinen durchgängigen deutschen Ton gibt – was nicht so schlimm wäre, hätte der deutsche Herausgeber die zwei englischen Passagen mit Untertitel versehen, was aber leider ausgeblieben ist…
Die Tonbalance ist ausgewogen ausgefallen.

FAZIT

Die technische Umsetzung der Blu-ray ist bei Bild und Ton ansprechend, aber recht lieblos, umgesetzt worden.

Früchte des Zorns

1940 (The Grapes Of Wrath)

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Es gibt nicht viele Filme, die auch nur ansatzweise an ihre jeweilige Buchvorlage heranreichen, dieses Werk ist eine der löblichen Ausnahmen.
John Ford, der ja vor allem als Regisseur von genialen Western bekannt ist, hat hier sein ganzes Können hineingelegt und einen spannenden, differenzierten und mitreissenden Film geschaffen, der dank eines Henry Fonda in Bestform zum Meisterwerk wurde. Da mag man dann auch den, dem Zeitgeist geschuldeten, pathetischen Schluss verzeihen…

Tom Joad kommt, nach Jahren im Gefängnis, zurück in sein Elternhaus, einer Farm in Oklahoma. Diese findet er aber verlassen vor. Von Nachbarn erfährt er, dass die Farmer von Grossgrundbesitzern von ihrem Land vertrieben wurden.
Nachdem er seine Familie wieder gefunden hat, verlassen sie Oklahoma mit dem Ziel Kalifornien. Dort sollen Pflücker gesucht werden.
Auf der Suche nach Arbeit und etwas Glück, macht sich die Familie Joad und viele Tausende andere „Okies“ auf in das gelobte Land, doch der Weg dahin ist weit, und das vermeintliche Paradies entpuppt sich als nicht so friedlich und sicher, wie erhofft…

Originaltitel: The Grapes of Wrath

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Twentieth Century Fox Film Corporation
Produzenten: Darryl F. Zanuck

Jahr: 1940
Länge: 128 Minuten

Sub-Genre: Sozialdrama / Familiengeschichte

Regie: John Ford
Drehbuch: Nunnally Johnson
Romanvorlage: „The Grapes of Wrath“ von John Steinbeck (1939)
Musik: Alfred Newman

Kamera: Gregg Toland
Schnitt: Robert L. Simpson

Besetzung:

Henry Fonda …. Tom Joad
Jane Darwell …. Mutter Joad
Russell Simpson …. Vater Joad
John Carradine …. Jim Casy
Charley Grapewin …. Grossvater Joad…u.a.

Drehorte:

Los Angeles, Kalifornien, USA
Laguna Pueblo, New Mexico, USA
McAlester, Oklahoma, USA
Petrified national Park, Arizona, USA
Santa Rosa, New Mexico, USA
20th Century Fox Studios, Los Angeles, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

Mein Freund Harvey

1950 (Harvey)

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Es ist äusserst schwer, sich dem Charme dieses Klassikers zu entziehen – aber wer will das auch?
Das Stück lief jahrelang mit grossem Erfolg am Broadway. Es war eine glückliche Fügung, dass viele der in diesem Film auftretenden Schauspieler ihre Figuren schon auf der Theaterbühne verkörpert hatten. Dazu gehörte auch James Stewart, der als Urlaubsvertretung die Rolle des Elwood P. Dowd am Broadway spielte. Diese Bühnenharmonie ist dem Film deutlich anzumerken. Zusätzlich hatte man glücklicherweise das Theaterstück praktisch unverändert verfilmt.
Kosters Inszenierung wirkt trotz der etwas absurden Grundhandlung zu keiner Zeit albern oder unecht. Vielmehr sieht man als Zuschauer mit fortlaufender Spielzeit Harvey immer deutlicher neben Elwood sitzen.
James Stewart spielt grossartig, wird aber noch von seiner Kollegin Josephine Hull, die Elwoods Schwester verkörpert, überflügelt. Hull war eine renommierte Broadway-Schauspielerin und ist in ihrer Rolle als leicht hysterische Veta Louise die perfekte Besetzung. Sie erhielt dafür auch zu Recht den Oscar als beste Nebendarstellerin.
Ein Film, der einfach Spass macht und den ich mir immer wiedermal ansehen kann – ein grosser Klassiker eben…

Elwood P. Dowd ist ein gutmütiger Menschenfreund, der nur ein Problem hat, das ihn für seine Mitmenschen etwas unheimlich macht: Er hat einen Freund namens Harvey. Harvey ist ein über zwei Meter grosser Hase, den aber ausser Elwood niemand sehen kann…
Die im selben Haus lebende Schwester leidet sehr unter Harvey und befürchtet, solange Elwood unter dieser Besessenheit leide, sei es schlicht unmöglich, einen geeigneten Ehemann für ihre Tochter Myrtle Mae zu finden.
Der Plan, Elwood in ein Sanatorium einzuweisen, scheitert, da es zu einer Verwechslung kommt und anstelle von Elwood seine Schwester für eine Nacht eingewiesen wird. Das daraus entstehende Chaos bringen Elwood und Harvey aber keineswegs aus der Ruhe – vielmehr machen sie sich daran, das Durcheinander für alle Beteiligten zu einem guten Ende zu bringen…

Originaltitel: Harvey

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Universal International Pictures
Produzenten: John Beck

Jahr: 1950
Länge: 104 Minuten

Sub-Genre: Tragikkomödie / Fantasy

Regie: Henry Koster
Drehbuch: Mary Chase / Oscar Brodney / Myles Connolly
Musik: Frank Skinner

Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Ralph Dawson

Besetzung:

James Stewart …. Elwood P. Dowd
Josephine Hull …. Veta Louise Simmons
Peggy Dow …. Schwester Kelly
Charles Drake …. Dr. Sanderson
Cecil Kellaway …. Dr. Chumley
Victoria Horne …. Myrthle Mae Simmons…u.a.

Drehorte: Universal Studios, Universal City, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

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© Universal Pictures Home


BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.37:1 (11:8) vor.
Wir haben es hier mit einer sehr guten Bildumsetzung zu tun. Der Schärfegrad ist mit nur wenigen Ausnahmen auf sehr hohem Level. Es ist ein dezent und nie störendes Filmkorn zu sehen. Der beeindruckend Kontrast sowie der Schwarzwert machen deutlich, dass man hier recht hohen Aufwand in die Bildrestauration gesteckt hat.
Alles in allem eine sehr gute HD-Bildqualität, der man das Alter kaum anmerkt.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS 2.0 Mono vor.
Der Tonumsetzung hört man das Alter dann schon deutlicher an. Der etwas dumpf wirkende Mono-Ton lässt natürlich keinerlei Räumlichkeit oder Dynamik aufkommen. Die Dialoge sind aber jederzeit bestens zu verstehen, zudem gibt es so gut wie kein Hintergrundrauschen zu hören.
Beim Ton war nicht viel mehr zu erwarten. So gesehen eine durchschnittliche Umsetzung mit Luft nach oben…


FAZIT

Die technische Umsetzung dieser Blu-ray kann vor allem beim Bild überzeugen. Die Tonumsetzung erreicht immer noch befriedigende Werte.

Hokuspokus

1953

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Hokuspokus ist eine dieser Filmperlen, bei denen man sich immer wieder wundert, wie wenig bekannt der Streifen doch ist.
Dabei beinhaltet das Werk alles, was einen guten Film auszeichnet: Spannung, Wortwitz, Ironie, Atmosphäre, Humor, Dramatik, eine ausgefeilte Handlung und nicht zuletzt eine unglaubliche, schauspielerische Leistung. Die Dialoge gehören zudem zu den besten überhaupt.
Für mich gehört dieses Meisterwerk zu den Top 10 der besten deutschen Filme, die je gedreht wurden.

Agda Kjerulf steht vor Gericht. Sie wird angeschuldigt, ihren Ehemann bei einem gemeinsamen Bootsausflug umgebracht zu haben. Die Beweislage ist derart erdrückend, dass ihr Anwalt sein Mandat niederlegt.
Es taucht der mysteriöse Peer Bille auf, der nun mit viel Pfiff und Witz die Verteidigung aufnimmt. Dieser wird während der Verhandlung allerdings als Geliebter der Angeklagten entlarvt. Alle Indizien scheinen nun ihn als Mörder zu überführen, oder ist doch alles ganz anders gewesen…?

Originaltitel: Hokuspokus

Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland
Produktionsfirma: Domnick Filmproduktion (DFP)
Produzenten: Hans Domnick

Jahr: 1953
Länge: 89 Minuten

Sub-Genre: Gerichtsfilm / Kriminalfilm

Regie: Kurt Hoffmann
Drehbuch: Curt Goetz
Musik: Franz Grothe

Kamera: Richard Angst
Schnitt: Fritz Stapenhorst

Besetzung:

Curt Goetz …. Peer Bille
Valerie von Martens …. Agda Kjerulf
Hans Nielsen …. Gerichtspräsident
Ernst Waldow …. Staatsanwalt
Erich Ponto …. Mr. Arthur Graham…u.a.

Drehorte: Filmatelier Göttingen, Niedersachsen

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

Mr. Hobbs macht Ferien

1962 (Mr. Hobbs Takes a Vacation)

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James Stewart war ein äusserst wandelbarer Schauspieler, egal ob in Hitchcock-Thrillern, Western oder in Gesellschaftskomödien, wie der hier vorliegenden, verstand er es ausgezeichnet, seine Figuren glaubhaft und einfühlsam umzusetzen. "Mr. Hobbs macht Ferien" mag auf den ersten Blick als einfach gestrickte Familiengeschichte durchgehen. Betrachtet man es aber etwas genauer und vor allem auch im Kontext der Zeit (1962), wird erst deutlich, wie modern und zuweilen auch provokativ das Familienbild hier hinterfragt wird. Überhaupt vermag der Streifen mit sehr feinem Humor und leichter Ironie zu überzeugen. Und für gute Unterhaltung ist hier allemal bestens gesorgt. Szenen, wie der ewige Kampf mit der Wasserpumpe oder der ornithologische Ausflug, werden sich wohl nie mehr aus meinen Gehirnwindungen entfernen lassen.
Ein wunderbarer Klassiker mit einem gut aufgelegten James Stewart.

Roger Hobbs (James Stewart) möchte sich in den kommenden Ferien erholen und plant daher Urlaub zu zweit nur mit seiner Frau. Da hat er die Rechnung aber ohne seine Frau (Maureen O’Hara) gemacht, die organisiert Familienferien für die ganze Familie plus Anhang in einem Ferienhaus am Meer.
Es gibt da nur drei kleine Probleme, erstens die Familie, zweitens entpuppt sich das Ferienhaus als Bruchbude und drittens gibt es da eine Wasserpumpe, die gerade auf Roger Hobbs gewartet hat…

Originaltitel: Mr. Hobbs Takes a Vacation

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: 20th Century Fox
Produzenten: Marvin A. Gluck / Jerry Wald

Jahr: 1962
Länge: 116 Minuten

Sub-Genre: Gesellschaftskomödie

Regie: Henry Koster
Drehbuch: Nunnally Johnson
Romanvorlage: Edward Streeter (Mr. Hobbs‘ Vacation)
Musik: Henry Mancini

Kamera: William C. Mellor
Schnitt: Marjorie Fowler

Besetzung:

James Stewart …. RogerHobbs
Maureen O’Hara …. Peggy Hobbs
Fabian …. Joe Carmody
Lauri Peters …. Katey Hobbs
John Saxon …. Byron Grant
Lili Gentle …. Janie Grant…u.a.

Drehorte:

Newport Beach & Laguna Beach, Kalifornien, USA
20th Century Fox Studios, Los Angeles, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 2.35:1 (CinemaScope)

Sound Mix: Mono

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BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenformat liegt in 2.35:1 (21:9 CinemaScope) vor.
Anders als der mit vielen Verschmutzungen und Bilddefekten behaftete Vorspann vermuten lässt, wird hier eine ausgezeichnete HD-Bildqualität geboten.
Die Grundschärfe ist auf einem sehr beachtlichen Level, die Farben sehr natürlich und kräftig, auch beim Kontrast gibt es nichts zu meckern.
Es ist zwar stetig ein leichtes Filmkorn sichtbar, dies ist aber kaum störend.
Eine ausgezeichnete Bildrestauration hat man diesem schönen Klassiker verpasst. Diese Blu-ray-Ausgabe ist deshalb der DVD-Version klar vorzuziehen.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in PCM 2.0 vor.
Dem deutschen Ton hört man das Alter dann schon bedeutend besser an.
Die Dialoge sind zwar jeder Zeit gut zu verstehen, wirken aber etwas dumpf. Der ganzen Tonumsetzung fehlt es an Dynamik und vor allem die Basston-Umsetzung ist mangelhaft.
Räumlichkeit kommt so logischerweise keine auf, aber es gibt wenigstens keine Tonfehler oder Probleme mit der Balance.

FAZIT

Eine, vor allem beim Bild, sehr ansprechend ausgefallene HD-Umsetzung, die dem Klassiker Ehre erweist!

Ein seltsames Paar

1968 (The Odd Couple)

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Ein seltsames Paar lief 1965 sehr erfolgreich als Broadwayshow, bevor sie dann 1968 verfilmt wurde.
Matthau und Lemmon in einer ihrer Paraderollen. Selten harmonierten sie besser zusammen (trotz aller Disharmonie) und selten war die Gagdichte so gross. Die Rollen waren ihnen gewissermassen auf den Leib geschrieben und wirkte deshalb auch selbst in Extremsituationen sehr glaubhaft und echt.

Ein seltsames Paar ist eine meiner liebsten Komödien.

Der sehr chaotische und wenig auf Ordentlichkeit bedachte Oscar (Walter Matthau) geniesst sein Single-Dasein mit Pokerrunden und allem, was dazu gehört.
Als sein Freund Felix (Jack Lemmon) von seiner Frau verlassen wird und in einem psychischen Tief steckt, nimmt Oscar ihn aus Mitleid bei sich auf.
Felix ist das pure Gegenteil von Oscar. Er ist ein penibler Ordnungs- und Sauberkeitsfanatiker. Das muss zu Konflikten führen. Die beiden gehen sich gegenseitig so lange auf die Nerven, bis die Geschichte aus dem Ruder zu laufen beginnt…

Originaltitel: The Odd Couple

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Paramount Pictures
Produzenten: Howard W. Koch

Jahr: 1968
Länge: 105 Minuten

Sub-Genre: Gesellschaftskomödie

Regie: Gene Saks
Drehbuch: Neil Simon
Musik: Heal Hefti

Kamera: Robert B. Hauser
Schnitt: Frank Bracht

Besetzung:

Jack Lemmon …. FelixUngar
Walter Matthau …. Oscar Madison
John Fiedler …. Vinnie
Herb Edelman …. Murray
David Sheiner …. Roy

Drehort: New York City

Aspect Ratio: 2.35.1 ( 21:9 - Neues CinemaScope-Format - Panavision)

Sound Mix: Mono

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